Krimi

 
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Thema des Kriminalfilms sind das Verbrechen und seine Aufklärung. Dabei werden die von der Gesellschaft gesetzten Normen verletzt, um im Laufe des Films von der Staatsgewalt oder einer Einzelperson wiederhergestellt zu werden. Das Kriminalgenre existiert heute in diversen Medien und hat im Film verschiedene Subgenres.

Die Kriminalgeschichte an sich existiert bereits seit der Antike. Das Filmgenre Kriminalfilm bezog sich zunächst auf Kriminalgeschichten in der Literatur: Schriftsteller wie Edgar Allan Poe und Conan Doyle begannen im neunzehnten Jahrhundert ihre Texte in Zeitungen und Zeitschriften mit großem Erfolg zu veröffentlichen, da sie auf diese Weise die Sensationslust der Leser stillten. Der Nachfrage nach Kriminalgeschichten nahm sich auch recht bald das entstehende Stummfilm-Kino der zehner Jahre an.

Innerhalb des letzten Jahrhunderts hat sich das Genre des Kriminalfilms stark gewandelt. Es hat sich im Laufe der Zeit den wechselnden gesellschaftlichen Bedingungen angepasst und sich somit zu einem der umfangreichsten Filmgenres überhaupt entwickelt. Allen Subgenres ist die Verletzung von Normen und deren Wiederherstellung gemein, auch wenn jedes Genre dabei eine andere Sichtweise einnimmt. Interessant ist, dass die jeweiligen Subgenres (Detektivfilm, Gangsterfilm, Mafiafilm und Polizeifilm) im Kontext der Geschichte entstanden sind. Oft wird auch noch eine Unterteilung in Gerichtsfilm, Gefängnisfilm und Spionagefilm gemacht. Letzterer ist hier unter dem Genre Agentenfilm zu finden.

Generell gibt es einen Unterschied zwischen dem Kriminalfilm im Kino und dem Kriminalfilm im Fernsehen. Im Folgenden soll sich hier mit dem Kriminalfilm des Kinos beschäftigt werden. Mit der zunehmenden Verbreitung des Fernsehens ab den fünfziger Jahren setzte sich zwar auch verstärkt der Kriminalfilm “zu Hause” durch, die Kinosäale mit ihren großen Leinwänden und der besonderen Atmosphäre hielten die Zuschauer aber weiterhin beim Kino-Kriminalfilm. Ob nun auf großem oder kleinen Bildschirm: das Genre des Kriminalfilms übt generell einen besonderen Reiz auf die Zuschauer aus, da hier die von der Gesellschaft gesetzten Regeln überschritten werden:

Indem es das Verbrechen und seine Aufklärung zum Thema macht, trägt es auf unterhaltende Weise zur Sicherung des Status quo der Gesellschaft bei. 1

Die Themen des Kriminalfilms

Die Handlung des Kriminalfilms lässt sich somit in der Regel auf einen Gesetzesbruch (Verbrechen) und die Wiederherstellung der Regeln (Aufklärung des Verbrechens) verkürzen. Je nach Subgenre kann der Schwerpunkt variieren. Generell wird in den späteren Filmen des Genres die klassische Einteilung in “Gut” und “Böse” vernachlässigt (Fallen Angels, 1995) und dazu übergegangen die Geschichte in ihren Abstufungen zu erzählen um sie auf diese Weise glaubwürdiger erscheinen zu lassen. Dem Kriminalfilm ist es somit ein Bestreben ein hohes Maß an Authentizität und Realismus zu zeigen. Dabei geht es nicht um das Detail, sondern um eine authentische Abbildung der Gesellschaft und ihrer Probleme. Die Darstellung der Gesellschaft mitsamt ihren Veränderungen wird aus diesem Grund oft als wichtigstes Motiv des Genres beschrieben. Der Kriminalfilm trägt somit auf entscheidende Art und Weise zur Diskussion über die Gesellschaft, Sicherheit und Kriminalität bei.

Für den Zuschauer ist der Kriminalfilm aus verschiedenen Gründen reizvoll: einerseits vermittelt das Genre ihm ein gewisses Sicherheitsgefühl, da der Täter in der Regel gefasst wird und die gesellschaftliche Ordnung auf diese Weise immer wieder hergestellt wird. Andererseits kann der Zuschauer selbst Detektiv sein indem er versucht den Täter auszumachen. Dabei wird die wichtigste Frage nach dem Täter (Who done it?) in der Regel beantwortet. Dabei muss der Kriminalfilm allerdings nicht alles zeigen, sondern er kann auch Dinge verschweigen. Prominentes, genreübergreifendes Beispiel ist Blow Up (1966) von Michelangelo Antonioni.

Überschneidung mit anderen Genres

Für das Genre des Kriminalfilms spielen vor allem die Regisseure eine wichtige Rolle. Wichtige Autoren (“auteurs”) für das Genre waren Alfred Hitchcock, Fritz Lang aber auch Quentin Tarantino, die das Genre auf ihre sehr persönliche Art und Weise prägten und zur Bildung von Subgenres beitrugen.

Überschneidungen gibt es vor allem mit dem Genre Komödie: zur Kriminalkomödie werden Filme aus den sechziger Jahren wie Peter Voss, der Millionendieb (1958), The Pink Panther (1964) und spätere Produktionen Beverly Hills Cop Serie und Der Bruch (1988) gezählt. Hier geht es weniger um Mord und mehr um Raub. Es handelt sich deswegen um Grenzfälle zu den Genres Heist-Krimi und Caper-Krimi.

Eine weitere Ausformung ist der regionale Kriminalfilm, der dem Straßenfilm (Die Halbstarken, 1956) und dem Heimatfilm ähnelt, und der historische Kriminalfilm. Letzterer wird in der Geschichte angesiedelt, wie das beispielsweise in Der Name der Rose der Fall ist. Mittlerweile gibt es nur noch wenige “reine” Kriminalfilme, da viele andere Genre sich Elemente des Kriminalfilms aneignen und Gesetzeskonflikte thematisieren.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen im Internet

Quellen

  • Hickethier. Filmgenres. Kriminalfilm. Stuttgart: Reclam, 2005. S. 11-39

1 Hickethier. Filmgenres. Kriminalfilm. Stuttgart: Reclam, 2005. S. 11

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